Die Abschlagsteuer – Fluch oder Segen?

Seit ihrer Einführung hat die Abschlagsteuer das Anlageverhalten der meisten Deutschen nachhaltig verändert. Denn durch den gleichmäßig hohen Satz von 25 % lohnen sich bestimmte Finanzanlagen nun für andere Einkommensgruppen als zuvor. Ob nun Versicherungen, Fonds oder einzelne Aktien, dass soll im Folgenden untersucht werden.

Die Abschlagsteuer für Kleinanleger

Wer bisher seine Einkünfte insgesamt mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuern musste, wird merken, dass der feste Satz von 25 % nicht jedem gleichwohl schmecken wird. Denn wessen Einkommenssteuersatz unter diesen 25 % lag, wird in Zukunft mit Kapitalanlagen auf Aktien oder Kontenbasis nicht mehr nachgehen wollen, denn dort sind die Steuersätze rechnerisch niedriger gewesen. Doch man soll sich nicht trügen lassen, der Spitzensteuersatz ist mitnichten der gesamte Steuersatz, sonder eben nur der teuerste für Einkünfte oberhalb eines gewissen Grenzwerts. Also ist der eigene Steuersatz immer abhängig von allen absetzbaren und erlaubten Ermäßigungen der Steuern. Daher sollten sich Kleinanleger lieber auf Versicherungen und andere von der Abgeltungssteuer unabhängige Finanzanlagen konzentrieren.

Größere Einkommen profitieren am meisten

Durch den persönlichen Steuersatz, der in reicheren Kreisen leicht die 25 % überschreitet, ist jedes Einkommen aus Vermögen durch die Abgeltungssteuer bevorteilt und lässt damit den klassischen Rentier in greifbare Nähe rücken. Schließlich soll ja das beste aller möglichen Einkommen erstrebt werden, und da wäre natürlich ein hoher Anteil still arbeitenden Geldes im Hintergrund optimal. Schon, um sich den ein oder anderen Traum sicher und ohne Reue erfüllen zu können. Daher sind in den höheren Einkommensgruppen auch Unternehmensanleihen und Aktien äußerst beliebt, interessiert die großen Anleger doch meist nicht, wie die aktuellen Tagesgeldzinssätze sind.

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