Bei Auslandsüberweisungen sparen

Bei Auslandsüberweisungen sparen

Die Anzahlung für das Ferienhaus muss nach Frankreich überwiesen werden oder die neue Jacke kommt direkt von einem Händler aus den USA? Es gibt viele Gründe, warum Verbraucher Geld ins Ausland überweisen möchten. Neben Banken und Sparkassen bieten auch Online-Anbieter Auslandsüberweisungen an. Dabei unterscheiden sich die Gebühren erheblich, sodass sich ein Vergleich lohnt.

Komplexe Bankgebühren

Eine Auslandsüberweisung in ein Land innerhalb der Europäischen Union (EU) darf als SEPA-Überweisung nicht mehr kosten als eine Inlandsüberweisung. Bei Beträgen über 50.000,00 Euro, wenn eine Fremdwährung überwiesen werden soll oder wenn das Empfängerkonto nicht bei einem Kreditinstitut innerhalb der EU geführt wird, fallen höhere Gebühren an.

Wenn Bankkunden eine andere als eine SEPA-Überweisung ins Ausland in Auftrag geben, müssen sie sich für eine von drei Entgeltoptionen entscheiden:

  • BEN = der Begünstigte zahlt sämtliche Gebühren
  • OUR = der Auftraggeber zahlt sämtliche Gebühren
  • SHARE = der Auftraggeber zahlt die Gebühren seiner Bank, der Begünstigte zahlt neben den Gebühren seiner Bank auch die Kosten von zwischengeschalteten Finanzinstituten.

Auch bei den Optionen BEN und OUR fallen Gebühren der zwischengeschalteten Korrespondenzbanken an. Diese muss, je nach gewähltem Gebührenmodell, entweder der Auftraggeber oder der Zahlungsempfänger übernehmen. Da die Gebühren unterschiedlich hoch ausfallen, kann der Betrag, der beim Empfänger ankommt, häufig nur geschätzt werden.

Neben den Gebühren verdienen die Banken außerdem an den Margen der Wechselkurse zwischen den verschiedenen Währungen. Weitere Gebühren bei Abwicklung der Auslandsüberweisung über zwischengeschaltete Partnerbanken werden einfach ohne Vorabinformation vom Überweisungsbetrag abgezogen, was gängige Praxis ist.

Online-Anbieter sind günstiger

Zahlreiche Online-Anbieter führen Auslandsüberweisungen durch. Nach deren eigener Aussage liegen die Gebühren bis zu 90 % unter den Kosten von Banken und Sparkassen.

Der Auftraggeber kann den Fremdwährungsbetrag, der bei dem Empfänger ankommen soll, in einen Rechner auf der Homepage des Anbieters eingeben. Der Rechner ermittelt sofort den Eurobetrag, den der Auftraggeber bezahlen muss. Nach Einzahlung des errechneten Betrages durch Überweisung, Lastschrift oder per Kreditkarte erfolgt die Auslandsüberweisung häufig schneller als bei einer Bank.

Das liegt daran, dass das Geld das Land häufig nicht verlässt (Peer-to-Peer). Der Online-Anbieter sucht stattdessen einen zweiten Auftraggeber, der genau den gewünschten Betrag aus dem Ausland nach Deutschland überweisen möchte. Beide Zahlungspflichtigen überweisen auf das Konto des Anbieters in ihrem Heimatland, von wo das Geld an die Empfänger als Inlandsüberweisung weitergeleitet wird. Einige Dienstleister berechnen geringe Transaktionskosten, während andere Anbieter an dem Wechselkurs verdienen, den sie selbst für die Umrechnung von Euro in die Fremdwährung zugrunde legen.

Weitere Vorteile mit Transferdiensten

Neben den bereits genannten Vorteilen profitieren Kunden von Transferdienstleistern im Vergleich zu Bankkunden zusätzlich von:

  • Vielfältigen Auszahlungsoptionen (Mobile Geldbörse, Bargeld am Schalter, Bargeld an die Haustür, Guthaben für das Mobiltelefon)
  • Blitzüberweisungen innerhalb von 30 Minuten (für ausgewählte Währungspaare)
  • kostenlosen Überweisungen für Neukunden
  • garantierte Wechselkurse bis zu 48 Stunden

Fazit

Verbraucher, die Geld ins Ausland überweisen möchten, können bei Online-Anbietern Geld sparen. Der genaue Überweisungsbetrag wird vorher berechnet und das Geld kommt schnell bei dem Empfänger an. Alle Angebote lassen sich vorab unverbindlich vergleichen und häufig steht Neukunden eine kostenfreie Erstüberweisungen zum Testen zur Verfügung.

Bild: Bigstockphoto.com / AlexLMX

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